Erblasser E bestimmt seine Ehefrau zur Vorerbin und setzt für den Fall der Wiederverheiratung seinen Neffen N zum Nacherben ein. Erblasser vermerkt dabei: „Sollte N die Nacherbschaft ausschlagen, sollen seine Abkömmlinge das Erbe erhalten“. Neffe N möchte nichts erben und schlägt die Nacherbschaft aus.
Grundsätzlich gilt: Schlägt der Nacherbe die Erbschaft aus, wird der Vorerbe Vollerbe (§ 2142 II BGB), soweit der Erblasser nichts anderes bestimmt. Hier hat E die Abkömmlinge des N als Nacherben für den Fall eingesetzt, dass N die Nacherbschaft ausschlägt.
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