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Startseite Vor-Überlegungen Patienten-Verfügungen
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Das sogenannte "Patienten-Testament" |
ist keine Verfügung für den Fall des Todes, sondern bestimmt nur das Behandeln oder Nichtbehandeln für den Wegfall der Geschäftsfähigkeit. Hierunter ist die Fähigkeit zu verstehen, den eigenen Willen recht(s)sicher auszudrücken. Gelegentlich wird auch nur die Einsichtsfähigkeit gefordert, d.h. der Handelnde weiß, "worum es geht" oder "um was es sich handelt".
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BGH-Strafsenat billigt aktive Sterbehilfe |
Eine Tochter hatte ihrer Mutter, den Schlauch zur Magensonde zwecks Unterbrechung der künstlichen Ernährung durchschnitten. Die Mutter hatte nachweisbar bekundet, nicht künstlich am Leben erhalten zu werden. Ein Rechtsanwalt hatte die Tochter beraten und empfohlen, den Schlauch zu durchschneiden. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Tochter und Rechtsanwalt wegen aktiver Sterbehilfe. Die Tochter wurde freigesprochen, da sie sich aufgrund des Rates des Rechtsanwalt erfolgreich auf einen Verbots-Irrtum berufen konnte. Der Rechtsanwalt wurde verurteilt. Zu Unrecht meinte der Bundesgerichtshof: Wenn ein todkranker Patient nachweisbar keine lebensverlängernden Maßnahmen oder deren Beendigung wünscht, sind die Ärzte an dieser Entscheidung des Patienten gebunden. Und die Ärzte können sich sogar wegen Körperverletzung strafbar machen, wenn sie gegen den Willen des Patienten handeln. BGH, Urteil vom 25.6.2010
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Der Fall Terry Schiavo mahnt... |
Terri Schiavo – im Kreuzpunkt zwischen Juristen und Mediziner. Wer denkt schon in jungen Jahren an eine Patientenverfügung? Ein Unglück vor 15 Jahren beförderte Terri Schiavo vom blühenden Leben ins trostlose Wachkoma. Das Wachkoma beruht auf dem vorübergehenden oder dauernden Ausfall wichtiger Gehirnfunktionen. Ein Wachkoma bedeutet nicht Aussichtslosigkeit, wie viele Beispiele beweisen. Aber mit der zunehmenden Zeit sinken die Chancen. Über die Hoffnungslosigkeit des Ehemannes, die an Chancenlosigkeit grenzt, einerseits und über den Glauben und die Hoffnung der Eltern, die an ein Wunder glauben, mußten nun Juristen entscheiden, die letztlich über den Medizinern stehen. Die Juristen entwarfen nicht nur zwei vom Präsidenten Bush unterzeichnete Schnellgesetze zur Lebenserhaltung, sondern versagten als Richter die weitere Versorgung der Patientin mit der Folge, daß diese infolge des Entzuges von Wasser und Ernährung sich nunmehr dem Tod nähert. Tragisch – für alle. Weil niemand den eigentlichen Willen der Patientin erfahren konnte. Mit einer Patientenverfügung der Patientin, hätte es diesen Streit nicht gegeben. Deshalb sollten auch Sie schriftlich oder in anderer nachweisbarer Form ihren Willen festlegen, was zu tun ist, wenn….
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Der Pass des Todes... |
wird die Patientenverfügung teilweise genannt. Der Respekt vor dem Lebenden und den Toten zeichnet sich besonders "zwischen den Welten" aus. Und wir sollten uns bemühen, diese Welten bei Bedarf zu verbinden.
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